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Zur Einordnung Die mathematische Leistung von Ries erkennt man erst, wenn man außer den bekannten Rechenbüchern auch die Coß studiert hat. Es
ist das damalige Mathematik-Lehrbuch, das nicht nur rezeptartig Aufgaben
und Lösungen darstellte, sondern bereits für die unbekannten Größen
(Variable) Symbole verwendete und weitere Fachbegriffe formulierte. Eine
erste Fassung seiner Handschrift beendet Ries 1524, also kurz nach dem
Weggang aus Erfurt. Er widmet seine Arbeit dem Förderer Georg Stortz. Diese
mehrteilige Handschrift ging später verloren und wurde im Jahre 1855
durch den Ries-Forscher Berlet wieder ausfindig gemacht. Eine
vollständige Aufarbeitung der darin steckenden mathematischen Leistungen
wurde erst zum Jahre 1992 durch die Mathematikhistoriker Wolfgang Kaunzner
aus Regensburg und Hans Wußing aus Leipzig abgeschlossen. 1992
gab der Teubner-Verlag aus Anlaß des 500. Geburtstag von Adam Ries |
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